Accueil du siteLaperouse : Der Mann und der SeemannKindheit in der Region von Albi
Kindheit in der Region von Albi

In der Mitte des 18 Jahrhundert lebten 9000 Einwohner in Albi, von denen etwa Hundert zum Adel des Languedoc gehörten. Die wichtigste geistliche und politische Macht hatte der Erzbischof inne, der, bis 1747, während der Kindheit von Lapérouse, Monseigneur de Castries ist. Dieser hat einen jungen Neffen, ein Waisenkind, in Albi empfangen, später wurde dieser Minister der Marine und Kolonialminister. Die königliche Autorität wird in der Region Longuedoc von der regionalen Hauptstadt Montpellier ausgeübt. Albi ist ein Durchgangsort am Tarn mit seiner „Alten Brücke“ (Le Pont Vieux) in Richtung des Aveyron. Die Stadt auf der rechten Seite des Tarns ist mit einer Stadtmauer umgeben, die aber in einem sehr schlechten Zustand ist. Es gibt zahlreiche Kirchen und Kapellen, die von den Pfarrbezirken und den Klostern abhängig sind. Zu Lebzeiten von Lapérouse wurden die ersten richtigen Verkehrswege für Nachrichten und Personentransport gebaut. Man hat kontinuierlich die Stadtwälle von 1761, vor allem um den heutigen Place de Lices (ehemals Turnierplatz) zerstört. Dies hat man gemacht, um die Straße von Toulouse nach Rodez ungehindert , nach Zerstörung der Häuser, bis zum Pont Vieux führen zu können.Der Fluß ist die Heimat der Flußschiffer. In dieser Zeit ist der Reichtum der Region vor allem auf der Produktion von Agrarprodukten begründet, die Ebene des Tarn ist besonders fruchtbar. Der Anbau von Pastel nimmt zunsehends an Bedeutung ab, diese wird zusehends ersetzt durch Felderwirtschaft für Ernährung von Mensch und Tier.

Die Stammgüter
Plaque du Gô

Die Familie Galaup ist seit Mitte des XVI. Jahrhunderts adlig. Sie wurden sehr reich und in den Adelsstand erhoben in der Blütezeit der Kultur und der Vermarktung des Pastels. Die Familie Galaup waren ursprünglich Herren von Brens und Orban, nicht weit von Albi, die Verwaltungs und richterliche Aufgaben ausübten und die häufig die Funktion von Konsuln in der Stadt Albi übernahmen . Der Vater von Lapérouse, Victor-Joseph de Galaup war selbst Konsul. Die Familie besaß ein Gutshaus auf den Gütern von Gô,ain einem Flußmäander des Tarn oberhalb von Albi. Das Gut wurde 1613 vom Claudius de Galaup erworben. Dort kam 1741 Jean-François, später Lapérouse zur Welt. Seine Mutter Marguerite de Rességuier, Tochter eines alten Kommandanten des zweiten Bataillons von Condé, war in Sauveterre von Rouergue beheimatet. Die Familie Galaup hatte auch Besitztümer in der gegenwärtigenKommune Puygouzon in der Nähe von Albi: der Bauernhof von Lapeyrouse mit dem Namen La Pierreuse.
Château du Gô

Die Abstammung
Die Eltern von Galaup hatten ungefähr zehn Kinder, Jungen und Mädchen. Davon haben nur Jean-François, seine ein Jahr jüngere Schwester Jacquette und seine Schwester Victoire, die achtzehn Jahre jünger war, überlebt. Lapérouse hat erst spät, zwei Jahre vor seiner großen Reise, geheiratet und hatte keine Kinder. Seine Erben sind am Ende nur seine Schwestern und Neffen. Seine Schwester Jacquette hat einen Dalmas geheiratet. Die Dalmas lebten im Departement Aveyron und sind später in Frankreich zu finden, einige wanderten auch in die Vereinigten Staaten aus. Seine jüngere Schwester Victoire hat Bernard-Louis de Barthès geheiratet und ihre Kinder lebten im Languedoc. Eine seiner Nachkommen (Mme Pestel) besitzt momentan das Schloss von Gô, welches das Geburtshaus des Seefahrers ist.
Seine Jugend
Jean-François verbringt seine Jugend in Albi und im Schloss Gô. Wahrscheinlich war er manchmal bei seiner Großmutter in Sauveterre. Er spricht Okzitanisch und Französisch, jedoch ist seine weitere Ausbildung bis zu seinem fünfzehnten Lebensjahr an der Jesuitenschule in Albi in Lateinischer Sprache. Er hat die Oberschicht und zukünftige Marineoffiziere gekannt, unter Anderem den gleichaltrigen Rochegude, der mit ihm auf dieselbe Schule ging. Außerdem lernte er Mengaud de la Hage kennen, dessen Eltern aus Gers stammen, aber in Toulouse lebten. Mengaud de la Hage wurde später einer der besten Freunde des Seemanns.
Die Porträts
Porträt Bild wird im Museum gezeigt

Die Porträts von Lapérouse könnten Bilder aus seiner Zeit in Frankreich sein oder wurden von Personen, die ihn kannten, nach seinem verschwinden, gemalt. Der Seemann wurde als Jugendlicher oder Erwachsener gemalt. Während des ganzen neunzehnten Jahrhunderts gab es viele Darstellungen in Bildern, die eventuell von bekannten Künstlern, wie Monsiau, Greuze oder Rude angfertigt wurden und von ihm das Bild eines Lächelnden oder Adligen vermitteln. Heutzutage wird er auch auf Briefmarken, Medaillen, modernen Statuen (vor der australischen Botschaft in Paris) und in der Form von Reliefs, die auf einer Vielzahl von Gedenkmonumenten zu finden sind, dargestellt.
Die Orte der Erinnerung
Die Orte der Erinnerung in Albi sind öffentlich oder privat. Die monumentale Statue aus Bronze im Stadtzentrum stammt aus dem Jahre 1853. Sie ist das Werk von Nicolas Raggi, der schon eine Statue von Henri IV in Pau realisiert hat. Sie gilt als sehr gelungen. Auf einem 3m hohem Sockel platziert steht die Statue am Ende einer Allee am Rand des Lapérouse-Platz. Seit 1988 hat das Museum Lapérouse auf der rechten Seite vom Tarn, in einem sehr schönen inneren und äußeren Rahmen die Pforten für neugierige Leute geöffnet. Das Museum zeigt Artefakte von Lapérouse und viele erhaltene Überreste aus Vanikoro. Dieses Museum hilft, einen ausreichenden Abstand von der Geschichte zu gewinnen, um später dann einen vertiefenden Zugang zu Museen zu bekommen. Die Häuser, die Lapérouse kannte, existieren heute immer noch, sind aber privat und Besichtigungen sind selten. Die Kapelle des Lycées Lapérouse hat von außen ihr Aussehen nicht verändert, aber sie ist heute in das Lycée einbezogen, dass unter Napoleon III erbaut wurde und das heute den Namen des Seefahrers trägt.