Accueil du siteLaperouse : Der Mann und der SeemannDer Marineoffizer3-Die Antillen und Amerika
3-Die Antillen und Amerika

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Nach einer kurzen Ruhezeit im Anschluß an die Rückkehr aus der l’île-de-France (Region um Paris) lernt Lapérouse, ständiger Begleiter von Ternay, den Hof und das Marine-Ministerium in Versailles kennen. Er besucht Elénore, die sichin ihre Heimatstadt Nantes zurückgezogen hat. 1778 vertraut die Marine Lapérouse das Kommando über die Fregatte l’Amazone an. Diese besass aus 26 Kanonen mit ihr unternimmt er zwei Reisen nach Übersee. In dieser Zeit konnte sich unsere wieder aufgebaute Flotte mit der der Engländer messen. Sie zeigt nun deutlich Flagge auf den Antillen und an der östlichen Küste Nord-Amerikas, wo englische Siedler massiv den Wunsch nach Unabhängigkeit von der britischen Krone äußerten, der von Frankreich, nach der private Initiative von La Fayette, offen anerkannt und unterstützt wurde. Seine erste Reise ging auf die Antillen, wo er sich dem Geschwader des Kommandanten Estaing, der kein Seemann war und nur eingeschränkte Seekraft besaß, anschloß. Trotz der Eroberung der Insel Grenada, die verglichen mit Jamaika keinen Nutzen und keine politische Bedeutung hatte, bleiben die Engländer bedrohlich, obwohl wir immer wieder einige ihrer Schiffe hätten kapern können.

Estaing entscheidet, auf Bitte, der amerikanischen Gesandten in Georgie ein zugreifen, diese Provinz symbolisiert die englische Besatzung Amerikas. Er schätzt die maritimen Zwänge falsch ein und muss eine schmerzhafte Niederlage einstecken. Einer seiner Erfolge, die Eroberung der englischen Fregatte Ariel geht auf das Konto von Lapérouse, die von einem an der Küste gefüchteten Freibeuter kommandiert wird. Dieser Freibeuter ist der Sohn eines englischen Admirals. Lapérouse führt noch zwei weitere Reisen nach Amerika durch, nach Boston auf Befehl des Kommodore Ternay, der glücklich darüber ist, dass Lapérouse von neuem unter seinem Befehl steht. Als er nach Brest zurückkam vertraute man ihm 1780 die Astrée an, eine neue Fregatte, die doppelt mit Kupfer verstärkt war, mit der er das Geschwader, das sich unter dem Kommando von de Grasse befand, wieder einholte. Vorher fuhr Laperouse nach Boston und feierte einen  neuen persönlichen, militärischen Erfolg vor Ludwigsburg in Neu-Schottland, indem er mehrere englische Schiffe, mit Hilfe der Hermione, versenkte.   Im Mai 1781 wurde Laperouse zum Kapitän zur See ernannt, obwohl er schon auf die 40  zuging. Nach dem entscheidendem Erfolg an der Mündung des Chesapeake, erleidet de Grasse eine schlimme Niederlage in der Schlacht von Saintes. Laperouse hat das Glück, dass er vor der Schlacht den Auftrag hatte, das Schiff Zélé in den Schutz von der Basse Terre, in Guadeloupe, in Sicherheit zu bringen, gerade als sich die Lage zuspitzte. Während des Prozessen, den de Grasse gegen seine Offiziere wegen unzureichender Ausführung seiner Befehle durchführen läßt wird Laperouse von jeglicher Verantwortung freigesprochen, der am schwersten Beschuldigte , dessen Ruf auch am stärksten geschädigt wurde war Bougainville.   Laperouse beendete seinen Feldzug in Amerika, indem er einen Auftrag auf Befehl von Vaudreuil, Chef des französischen Geschwaders, ausführt hat. Es handelte sich dabei darum, mit seiner Mannschaft die englische Forts an der Hudson Bay, die den Pelzhandel sicherten, zu zerstören. Laperouse befehligte das Schiff Sceptre und befehligte auch noch gleich zwei andere Fregatten, von denen eine von de Langle befehligt wird, der sein zukünftiger Stellvertreter auf der Reise in den Pazifik wird.

La Baie d’Hudson

Diese wird eine sehr erfolgreiche, aber auch entbehrungsreiche Reise sein, in der Verlauf der Verlust sehr viele französischer Menschenleben zu beklagen sein wird. Laperouse zeigt hier aber auch außergewöhnliche menschliche Größe seinen englischen Feinden gegenüber , was nicht vergessen werden wird. Diese Reise zieht die Aufmerksamkeit des Königs auf sich.  Nach der geplanten Trennung von Éléonore, von seinen Eltern dringlichst gewünscht, hat er diesie schließlich heimlich in Paris geheiratet. Der Minister und seine Eltern sind bereit ihm zu verzeihen und er kehrt nach Albi zurück, bevor er seine Seefahrerkarriere fortsetzt.|